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Hochschullehrerbund | |||||||||||
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Im Rahmen der Mitgliederversammlung des hlb-Berlin fand am am 9. Juni 2004 eine Diskussionsveranstaltung mit Dr. Husung an der TFH-Berlin statt.
Bericht von Dr. Mücke in der Juni-Ausgabe der dnh, 2004
Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung (r.) gratuliert der neuen hlb-Vorsitzenden, Frau Professorin Dr. Angela Schwenk (l.) zur Wahl. Der bisherige Vorsitzende, Professor Dr. Peter Kolbe (Mitte), wünscht dem durch 3 Frauen gestärkten Vorstand viel Erfolg. [weitere Bilder] |
Die Mitgliederversammlung des Hochschullehrerbundes hlb-Berlin wählte am 9. Juni die Mathematikerin, Frau Professorin Dr. Angela Schwenk, von der TFH-Berlin zur neuen Vorsitzenden. Frau Schwenk ist vom Konzept der Fachhochschulen, vom Engagement der Lehrenden und von der Qualität der Absolventen überzeugt. Das soll so bleiben; dafür wird sie sich einsetzen. Ihr Vorgänger im Amt, Peter Kolbe, hatte eine offensive Außendarstellung der Belange der Fachhochschulen eingeleitet. Nun kommt es darauf an, auch diejenigen auf dem Weg mitzunehmen, die bisher meinten, ohne Unterstützung des hlb ein langes Berufsleben erfolgreich absolvieren zu können. Hierzu wird die Einführung der W-Besoldung eine erste Gelegenheit bieten. Frau Schwenk schrieb dem neuen Berliner Wissenschafts-Staatssekretär, Dr. Hans-Gerhard Husung, ins Stammbuch, alles zu tun, damit die W-Besoldung keine verlorene C2-Generation hinterlässt. Husung, der sich den hlb-Mitgliedern aus Anlass der Wahlen persönlich vorstellte, rief seinerseits die Hochschulen zu kollegialem Umgang bei der Bemessung der Zulagen auf. Insbesondere den Dekanen und den Präsidien werden neue, verantwortungsvolle Aufgaben im Rahmen der Personalentwicklung zuwachsen. Diese Aufgaben werden ohne zusätzliches Personal bewältigt werden müssen. Daher, darauf machte hlb-Geschäftsführer Mücke aufmerksam, müssen die Satzungen der Hochschulen von allen Lehrenden der Hochschulen akzeptiert sein, Transparenz der Verfahren und Entscheidungen gewährleisten und Ja-Nein-Entscheidungen über die Vergabe einer Zulage zulassen. Höhe und Dauer der Zulagen müssen hierzu vorab festgelegt werden. Der hlb wird den Betroffenen seine Beratungsleistungen anbieten.
Die Vizepräsidentin der TFH, Frau Professorin Gudrun Görlitz, der Präsident der TFH, Professor Dr.-Ing. Reinhard Thümer, Staatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung, die hlb-Vorsitzende Professorin Dr. Angela Schwenk und ihr Stellvertreter, Professor Dr. Günter Siegel, diskutierten mit den Kolleginnen und Kollegen der Berliner Fachhochschulen. [weitere Bilder] |
Ähnlich unsicher ist die Zukunft der bewährten Fachhochschulstudiengänge im Zuge der Umstellung auf die Bachelor-/Master-Struktur. Die Umstellung wird nicht nur Einfluss auf die Gestaltung des Studiums und die Qualität der Absolventen haben. Die hlb-Vorsitzende hat scharf kalkuliert und im Ergebnis eine drohende Mehrbelastung der Lehrenden festgestellt. Wenn die Vorschriften über die Lehrverpflichtung so bleiben wie sie sind, werden nur Präsenzveranstaltungen angerechnet, obwohl die neuen Studiengänge weit mehr an Betreuungsleistung außerhalb der Präsenz voraussetzen. Es ist das Verdienst der neuen hlb-Vorsitzenden, auf dieses bislang unbekannte Problem aufmerksam gemacht zu haben. Hans-Gerhard Husung nahm die Beschreibung des Umfangs künftiger Lehrbelastung gern mit, ließ aber als Botschaft den ausgesprochenen Willen der Senatsverwaltung an der TFH zurück, Diplomstudiengänge so früh als möglich durch Bachelor- und Masterstudiengänge abzulösen. Husung, zuvor Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, ist ebenfalls von der Ausbildungsleistung der Fachhochschulen überzeugt und erwartet daher deren Wettbewerbsvorsprung gegenüber den Universitäten auch im Bachelor- und Masterbereich.
Er zeichnete Konturen einer Zukunft der Hochschulen in Berlin. Sie müssen sich in die Bewältigung der Zukunftsaufgaben einbinden lassen und Ausbildungs- sowie Forschungsleistungen anbieten, die den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Berlin positiv beeinflussen. Hierzu bieten sich Zukunftscluster an, die Potentiale und Angebote an Ausbildung, Forschung und Dienstleistung innerhalb der Stadt bündeln. Husung nannte beispielhaft den Gesundheitsstandort Berlin.
Zunächst aber müssen die Ausbildungen an den Hochschulen nach Doppelungen überprüft werden. Betroffen von dieser Bereinigung sind zunächst die Universitäten, die auch mit Stellenstreichungen leben müssen. Die Fachhochschulen haben in den vergangenen Jahren eine relative Privilegierung erfahren, indem sie von Einsparungen verschont blieben.
Staatssekretär Husung wünschte sich eine gute Partnerschaft mit dem hlb, um anstehende Aufgaben mit der Professorenschaft und nicht gegen sie zu gestalten.
Hubert Mücke
[Mitgliedsantrag] [Impressum] Letzte Änderung am 27.01.2011 von Angela Schwenk